Qualifizierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünschen wir uns im Evangelischen Stift
zu Wüsten - so steht es als Grundsatzziel in unserem Konzept. Das ist nicht sonderlich aufregend,
denn welcher Betrieb wünscht sich das nicht?
Wir wollen dies aber nicht als Wunsch, der nie erfüllt wird - sondern als Realität. Dazu schaffen
wir Angebote und Rahmenbedingungen, die dazu beitragen sollen. Die Arbeit selbst ist in allen
Bereichen schwer genug - deshalb wollen wir einen Ausgleich schaffen.
Hier einige Beispiele:
FORTBILDUNG
Wir bieten zahlreiche interne und externe Fortbildungen an, zu denen wir die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter freistellen und für die wir in der Regel die Kosten übernehmen.
GEMEINSAMKEIT ERLEBEN
Ein positiver "Nebeneffekt" dieser Seminare ist natürlich, dass man sich bei diesen Fortbildungen
auch außerhalb des eigenen Arbeitskreises recht gut kennenlernt.
AUSSTATTUNG
Manche Arbeit fällt leichter, wenn man die richtigen Hilfsmittel hat. Und auch die bauliche
Situation kann vieles erleichtern - oder erschweren. Hier sind wir durch die im Jahre 2004
abgeschlossenen Baumaßnahme im Pflegeheim einen großen Schritt vorwärts gekommen. Dazu haben vor
allem die zahlreichen Vorschläge der KollegInnen aus allen Bereichen beigetragen. Damit sind wir bei
einem weiteren Punkt.
MITARBEITERBETEILIGUNG
Das meiste Wissen befindet sich an der Basis, dort wo die konkrete Arbeit geleistet wird. Deshalb
ist uns die Beteiligung aller an Entscheidungen so wichtig. Beispielhaft ist hierfür unsere
Bauplanung, bei der dem Architekten ca. 130 Einzelvorschläge mitgegeben wurden - und fast alle
wurden berücksichtigt. Das gleiche gilt für Neueinstellungen, die nicht ohne Beteiligung von
Mitarbeitervertretung und Gruppenleitung durchgeführt werden. Damit wird die Gefahr deutlich
verringert, dass jemand eingestellt wird, der nicht ins Team "passt" - davon hätte ja niemand
etwas. Trotzdem kann sich in der Probezeit herausstellen, dass man sich aus fachlichen oder anderen
Gründen wieder trennen muss. Auch das kommt vor und man darf es nicht verschweigen. Aber damit das
möglichst selten geschieht, gibt es die Orientierungsgespräche.
ORIENTIERUNGSGESPRÄCHE
Zweimal sprechen der/die Neue und seine Gruppenleitung während der Probezeit anhand einer Checkliste
über alles, was ihnen wichtig erscheint. So lassen sich Missverständnisse und Informationsmängel
erkennen und ausräumen. Es dient dem gegenseitigen Informationsaustausch und der gegenseitigen
Einschätzung, nicht einer einseitigen Beurteilung durch die Gruppenleitung.
Aufgrund der positiven Erfahrung haben wir diese Orientierungsgespräche auf Vorschlag der
Mitarbeitervertretung inzwischen für alle Mitarbeiter eingeführt. Einmal pro Jahr sprechen
Mitarbeiter und Gruppenleitung anhand der Checkliste über alles, was ihnen wichtig erscheint.
Diese Gespräche haben schon zu etlichen Verbesserungen im Arbeitsprozess und in der Zusammenarbeit
geführt. Wesentliche Punkte des Gespräches werden in einem Protokoll festgehalten, von dem
Mitarbeiter und Gruppenleitung jeweils ein Exemplar erhalten. Diese Protokolle kommen NICHT in die
Personalakte des Mitarbeiters.
Fazit:
Immer wieder wird von neuen Kolleginnen und Kollegen das gute Betriebsklima und die angenehme
Zusammenarbeit gelobt. Und oft kommen einige Zeit nach einer Neueinstellung Bewerbungen von
Ex-KollegInnen der "Neuen". Wir haben also offensichtlich einiges erreicht, um aus dem Wunsch
Realität werden zu lassen - das beweist auch unsere extrem niedrige Mitarbeiterfluktuation.
Dies ist aber kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen. Wir alle - langjährige erfahrene
Mitarbeiter ebenso wie die "Neuen" - müssen immer wieder dazu beitragen, den jetzigen positiven
Stand zu halten oder vielleicht sogar noch zu verbessern.
Christoph Fritsche und Christina Dolls
Vorstand des Evangelischen Stift zu Wüsten
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